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Spektakuläre Schau mit „Lösch-Oldtimern“

Die Alters-Abteilung der Feuerwehr Ludwigsburg rückt aus ...

11/2008

Von: Wolfgang Korte
Fotots: Gudrun und Uwe Korte
Mit dieser Titelzeile berichtete die Ludwigsburger Kreiszeitung von der diesjährigen Hauptübung der Feuerwehr Ludwigsburg, die am 25.10.2008 gleich durch zwei Jubiläen innerhalb der Wehr – 50 Jahre Altersabteilung und 125 Jahre Abteilung LB-Eglosheim – geprägt war.

Tradition und Geschichte einer Feuerwehr wiederum prägen bzw. geben auch heute noch diesen Hauptübungen das Motto bzw. die Grundlage.

So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich in diesem Jahre die Hauptübung schon bald in zwei Teilen entwickelte, den Teil 1 = Part der Altersabteilung und Teil 2 = Part Abt. LB Eglosheim.
Hierzu sollte man allerdings auch wissen, dass sich das Leben in der Ludwigsburger Altersabteilung nicht nur auf Ausflüge und Gaststättenbesuche bezieht.

Inzwischen sind wir „Oldies“ sogar stolz darauf, dass sich viele junge Feuerwehrleute auch wieder für unsere alten Fahrzeuge und Geräte interessieren und man kann sagen, es ist zwischenzeitlich ein richtiger „Know-how-Transfer“ zwischen unseren alten Maschinisten/Kfz.-Beruflern und den jungen Feuerwehrleuten entstanden.

Natürlich sind auch die Themen wie „Technik und Geräteentwicklung“ aus den 50iger Jahren Gegenstand unserer Gespräche bei den Zusammenkünften der Altersabteilung.

So ist es sicher auch kein Wunder, dass sich auf unsere Anfrage innerhalb der Altersabteilung, spontan viele Kameraden zur Durchführung einer Schauübung mit dem „alten Löschzug = TLF 5, DL 25 und LF 6“ anlässlich der Hauptübung bereiterklärten, natürlich dann aber in der alten Uniform und mit der damaligen persönlichen Ausrüstung.

Zur Geschichte des „alten Löschzuges“ Ludwigsburg


Nach Kriegsende sah sich die Feuerwehr Ludwigsburg personell und gerätemäßig ausgeblutet. In den Nachkriegswirren nahmen – wie unser damaliger Chronist und Ehrenkommandant Karl Rode berichtete – die aus Ludwigsburg abziehenden Franzosen das Löschfahrzeug LF 15 sowie ein Löschfahrzeug LF 8 in ihre Heimat mit. Erst nach und nach erholte sich die Wehr und passte sich den veränderten Verhältnissen unter der Dienstaufsicht der Amerikaner an.

Der Fahrzeugpark der Ludwigsburger Feuerwehr bestand damals dann noch aus drei überalterten Löschfahrzeugen, einer museumsreifen Drehleiter (Baujahr 1925) und einem Pionierwagen (Baujahr 1938). An der Ausstattung der Vorortfahrzeuge hatte sich nichts geändert.

Ab dem Jahre 1949 stellte dann die Daimler-Benz AG ihre erste Nachkriegsentwicklung, u. a. von Feuerwehrfahrzeugen wieder vor. Mit ihrer (heute noch markanten) leicht abgerundeten Motorhaube, vollzogen diese Fahrzeuge dann den ersten kleinen Schritt in das Design der 50iger Jahre.

Nach wie vor gab es damals auch eine enge Zusammenarbeit zwischen den Firmen Metz und Daimler Benz.

So erhielt die Freiwillige Feuerwehr Ludwigsburg dann im Jahre 1953 ihr erstes Tanklöschfahrzeug vom Typ „TLF 15“ auf dem Fahrgestell LAF 3500 nach dem Kriege. Der Fahrzeugaufbau erfolgte bei der Fa. Metz in Karlsruhe.

Im Jahre 1957 folgte dann im gleichen Design, allerdings schon auf dem Nachfolgefahrgestell vom Typ LF 311/42 das Löschfahrzeug LF 16.

Als „Besonderheit“ folgte dann im Jahre 1959 – immer noch im gleichen Design – unsere Drehleiter DL 25. Hier wurde – damals fast undenkbar – auf einem Mercedes Fahrgestell ein Magirus-Drehleiterpark aufgebaut. Diese Ausführung ab es nur dreimal.

Während die damaligen „Fahrzeugbesatzungen (Feuerwehrkameraden)“ dann in der bereits 1958 neu gegründeten Altersabteilung Aufnahme fanden, begann für die Einsatzfahrzeuge des „alten Löschzuges“ nach ihrer „Außerdienststellung“ – zwischen 1978 und 1984 – eine gewisse Odyssee.

Fehlende Stellplätze im sowieso beengten Wachbereich der damaligen alten Feuerwache im Rathaushof verhinderten eine dortige Unterbringung.

So fielen diese Fahrzeuge schon bald unter den volkstümlichen Begriff „ohne festen Wohnsitz“. Ihre Unterbringung wechselte bis zur Fertigstellung der neuen Feuerwache im Jahre 1990 zwischen den Stadtteil-Gerätehäusern, Fremdgaragen und Scheunen von Feuerwehrkameraden.

In der neuen Feuerwache hatten wir dann als Standplatz eine so genannte „Remise“ vorgesehen.


Zum Thema Hauptübung 2008

Entsprechend zweier sich darstellender Abteilungen, gingen dann natürlich auch zwei verschiedene Übungen in die Vorbereitung.
Teil 1 – Altersabteilung (50-jähriges Jubiläum):
„Einsatz eines Löschzuges“, mit der Beschreibung über die Anwendung und Bedienung der Fahrzeuge des alten Löschzuges, Löschgeräte, Hilfsgeräte, Werkzeuge u. Beleuchtungsgeräte unter Aufbau eines dreiteiligen Löschangriffs.
Teil 2 – Abt. Eglosheim (125-jähriges Jubiläum):
„Technische Rettung“ bei einem VU in Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst. Einsatz vom Gerätezug und VRW.

Im Rahmen der Übungsvorbereitungen, kamen an verschiedenen Tagen alle Übungsteilnehmer pünktlich (wie früher) mindestens eine halbe Stunde vor dem angesetzten Beginn.


Übungsort Seeschloss Monrepos

Zitat der Ludwigsburger Kreiszeitung:
„Die Altersabteilung der Feuerwehr Ludwigsburg gehört noch lange nicht aufs Altenteil.
Korte und sein altes Team zogen vor der schönen Kulisse des Seeschlosses eine für die mehreren hundert Zuschauer spektakuläre Schau ab. Gezeigt wurde noch einmal die alte Löschtechnik und die längst historische Ausrüstung.“
Mit einem minutenlangem Beifall der Zuschauer wurde diese Übung dann belohnt.
 


Die Fahrzeughalle 1953


1. Ankunft TLF 15


2. Antreten


3. Schnellangriff vor


4. Ankunft DL 25


5. DL in Stellung


6. Ankunft LF 1


7. Drittes Rohr vor


8. Wasser marsch


Übungsort: Seeschloss Monrepos


Unser „alter Löschzug“ wurde wie folgt besetzt: